St. Josef Stift GmbH Börger 

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Entstehung - Lage


Häusliche Pflege - Tagespflege - Kurzzeitpflege - Betreutes Wohnen - Essen auf Rädern - Begegnung und Bildung

 

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Das St. Josef Stift Börger befindet sich auf einem rund 1,2 ha großen Gelände im alten Dorfkern der Gemeinde Börger. Auf diesem Gelände hatte die Katholische Kirchengemeinde im Jahre 1911 das St. Josef Krankenhaus gegründet. Im Jahre 1927 wurde ein Neubau errichtet, der 1960 erweitert wurde und bis zur Schließung zum 01.01.1975 als Krankenhaus für den nördlichen Hümmling diente. Nach zwischenzeitlicher Nutzung für verschiedene soziale Belange wurde Mitte der neunziger Jahre eine grundlegende Sanierung erforderlich. Wesentliches Anliegen dabei war es, zeitgemäße Funktionen und Arbeitsabläufe zu ermöglichen, ohne vor allem im äußeren Erscheinungsbild die regionaltypische, vertraute Architektur zu zerstören. Bei der Innengestaltung wurde der frühere Krankenhaus-Charakter durch deutlich hervorgehobene wohnliche Akzente aufgehoben. Eine intensive Farbgestaltung für die einzelnen Bereiche erleichtert die Orientierung und schafft eine individuelle Atmosphäre. Die Maßnahme wurde als Modellvorhaben einer integrativen Tages- und Kurzzeitpflege vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung gefördert (siehe www.kda.de/bma-modellprogramm/band3/start.htm). Nach Abschluss dieser Umbauarbeiten stellt das frühere Krankenhaus nun als Seniorenzentrum das Hauptgebäude des St. Josef Stiftes dar. 

In den Jahren 2003/2004 wurde ein ebenerdiger Anbau erstellt, der v.a. der Betreuung von verwirrten, alten Menschen dient. In einem kleinen Nebengebäude ist die zugehörige Wäscherei untergebracht. Ein Teil der betreuten Seniorenwohnungen befindet sich in einem weiteren Gebäude. Hierbei handelt es sich um ein Gulfhaus aus dem Jahre 1914, das auf dem benachbarten Grundstück der Familie Schürmann Stein für Stein abgetragen wurde, und auf dem Gelände des St. Josef Stiftes in originalgetreuer Fassade wieder errichtet wurde. In diesem sog. Haus Schürmann befindet sich auch eine Kapelle. Neben dem Haus Schürmann steht das Haus Goldmann. Hierbei handelt es sich um ein schwedisches Holzhaus, das nach dem 2. Weltkrieg als Arztwohnung gebaut wurde. In diesem Gebäude befindet sich ein heilpädagogischer Kindergarten in Trägerschaft des Caritasverbandes (St. Lukasheim Papenburg). Am Eingang des Geländes von der Straße Am Brink wurde ein neues Gesundheitszentrum errichtet, das eine Praxis für Allgemeinmedizin und eine Praxis für Krankengymnastik, Massage und medizinische Bäder eingezogen sind, die auf Wunsch auch für die Pflegegäste des St. Josef Stiftes zur Verfügung stehen. Der Gebäudekomplex ist eingebettet in eine großzügige Parkanlage, die nach drei Seiten Anbindungen an das Dorf hat. In diesem Komplex wurde von der Katholischen Landjugend im Rahmen einer sog. 72-Stunden-Aktion eine Spielanlage mit Grillplatz errichtet, die für das St. Josef Stift und die gesamte Gemeinde zur Verfügung stehen. Insgesamt steht dem St. Josef Stift somit im Ortskern ein in sich geschlossenes Areal zur Verfügung, auf dem Gebäude, Grün- und Nutzflächen so angelegt sind, das einerseits die Selbständigkeit der Teileinrichtungen, aber auch der Bewohner und Pflegegäste gewahrt bleiben kann, andererseits aber auch eine Vielzahl an Begegnungen erreicht wird, wie es in der Konzeption des St. Josef Stiftes angestrebt wird.

Stand: 16. März 2011